Wochenende

Liebe Leo,
hier noch ein Foto von unserem Ausflug. Kann Louise am Wochenende bei Dir übernachten, damit ich zu Vater ins Krankenhaus fahren kann? Louise darf nicht mit auf die Station kommen, sie ist noch zu klein. Sie hätte große Lust bei Dir zu sein.
LG Johann

Geburtstag in Potsdam

Lieber Johann,

vielen Dank für Deine tolle Geburtstagsüberraschung! Mit Dir auf dem Turm des Militär-Waisenhauses bei dem schönen Wetter zu stehen war einmalig. Wenn unsere Vorfahrin das wüßte.
Kuss Leo

Blutige Romantik

‘Habs gerade noch geschafft – ‘war in der Ausstellung “, 200 Jahre Befreiungskriege gegen Napoleon” im Militärhistorische Museum in Dresden (geht bis zum 16.02.2014). Der Wald von Caspar David Friedrich hätte mich fast verschluckt.

Weihnachten: schwarz-weiß

 

Lieber Johan,
wenn Du Heiligabend nicht einmal für einen Tag aus dem Krankenhaus kommst ist dies sehr schade. Ich weiß, Dein größter Wunsch ist es Louise beim Auspacken der Geschenke zu beobachten. Wir haben Dir einen Weihnachtsbaum aus Holz gebastelt. Den bringen wir dann eben zu Dir (auf der Station sind ja keine Pflanzen erlaubt).
Hab Dich lieb, Deine Schwester.

Buchbesprechnung

Hi Leo,

habe heute überraschenderweise Eure Buchbesprechung gehört. Die Wiederholung von Dagmar Rosenau kannst Du Dir ja am Donnerstag, 10.10.2013 anhören. Bis bald. Hab Dich lieb. Johann

Hier nun der Auszug, den ich online gefunden habe: “Ich begrüße Sie noch einmal ganz herzlich bei ZuSanna, ihrem Magazin aus Uelzen. In diesem Monat jährt sich die Völkerschlacht bei Leipzig zum 200 Mal. Schon seit dem Frühjahr werden überall die Schlachten noch einmal geschlagen, diesmal zum Spaß des Publikums. Das ZuSa-Land hat eine eigene Heldin – Eleonore Prohaska. An die wollen wir heute erinnern. Außerdem wird es um Paul Kuhn gehen. Susanne Niebuhr, die ich an die Stelle herzlich begrüße, wird an den charmanten Jazzer erinnern.

Und noch mal Eleonore Prochaska. Im Berliner Trafoverlag ist ein ungewöhnliches Buch über die Heldin der Göhrdeschlacht erschienen. Ein Buch, in dem sich gleich zwei Autorinnen mit der Soldatin beschäftigen. Sie nähern sich aber völlig unterschiedlich der Person Prohaska an. Katharina Rothärmel geht ganz klassisch vor. Unter dem Titel „1785 – 1813 – Eleonore Prochaska – Die Trommlerin der Lützower – Erzählung“ versucht sie, den Lesern das kurze Leben und die Kriegerfahrung der jungen Frau nahe zu bringen. Sie betrachtet das Leben von Eleonore aus der Perspektive verschiedener Menschen, die mit der Protagonistin zu tun haben… Er erinnert sich an die Zeit, als sie der verwahrlosten Mutter weggnommen und in das Militärwaisenhaus geschickt wurden. Eleonore sorgte dafür, dass man sie nicht trennte. Eleonore stand hilflos mit ihrem Bruder und dem Gendarmen in der Küche. Sie wußte, dass man sich dem Befehl des Königs nicht widersetzen darf. Weil sie aber sehr aufgeregt gewesen ist und auch Angst hatte, ist ihr ganz heiß geworden und eine große Wut ist über sie gekommen. Sie hat ihren Bruder an der Hand genommen und ist mit ihm aus dem Haus gerannt, dem anderen Gendarmen genau in die Arme. Der sie geschlagen hatte kam hinterher und wollte ihr Wilhelm wegreißen. Plötzlich hat sie Angst bekommen und ganz laut geschrieen: „Ich gehe zum König.“

Katharina Rothärmel skizziert eine mutige Frau, die zu ihrer Zeit bei den eigenen Geschlechtsgenossinnen kaum auf Verständnis für ihr Handeln finden konnte. Die Autorin orientiert sich eng an den gesellschaftlichen Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts. Es gelingt ihr, die Geschichte der Eleonore Prohaska greifbar zu machen, ohne dabei in die Seichtigkeit der Mainstream-Historienschinken abzugleiten.

Ganz anders geht Beate Klompmaker an die Sache heran. Eleonore Prochaska – Eine Art Denkmal – Ein mediales Kunstprojekt heißt ihre Dokumentation. „Eleonore ist da – Bitte bei Prochaska klingeln“. Im Jahr 2010 entwickelte die Künstlerin zur 650-Jahrfeier des Berlin Stadtteils Neukölln-Rixdorf ein Projekt rund um die Potsdamer Heroine Eleonore Prohaska. Mit großformatigen Fotos einer jungen Frau, die dem einzigen bekannten Prochaska-Porträt sehr ähnelt und vielen historischen Dokumentationen drum herum versucht sie, der echten Eleonore ein Gesicht zu geben. Sie empfindet die Prochaska als eine der ersten Migranten in Berlin, denn die Familie scheint nach allem was wir wissen, aus Tschechien zu kommen. Damit zieht sie eine Verbindung zu den heutigen Bewohnern Neuköllns, die vor allem aus der Türkei eingewandert sind. Das Kunstprojekt fand an vielen Orten seinen Platz. Es gab so verschiedene Interpretationen wie Eleonore und Angela (Merkel) im Saal des Bundesverfassungsgerichts, Eleonore auf der Hildegard von Bingen-Station eines Krankenhauses oder Eleonore im Fahrstuhl. Das alles wiederum zusammengefasst zu besichtigen auf einer Wachstuchdecke. Am Ende finden die geneigten Leser Eleonores Lieblingsrezept, nämlich Gulasch mit Knödel. Beate Klompmaker bringt die Projektionsfläche Eleonore Prochaska in der Moderne zum Leben und zeigt, was der Mut dieser Frau uns heute noch erzählen kann.

Interessant ist in diesem Fall auch die Aufmachung dieser beiden Bücher. Sie wurden in einem dunkelblauen Band zusammengefasst. Auf der einen Seite finden wir die Erzählung von Katharina Rothärmel, die geht ungefähr bis zur Mitte des Buches. Dann muss man das Buch drehen und kann von vorne bis zur Mitte das mediale Kunstprojekt von Beate Klompmaker geniessen.

Beide Projekte zusammen bringen heutige Leser so nah an die echte Eleonore Prochaska heran, wie man nach 200 Jahren eben an eine posthum zur Heldin verklärte Person herankommen kann über die schließlich kaum etwas bekannt ist. Immerhin sind diese Bücher meilenweit von der romantischen Verklärung des Göhrdeschlacht-Reenactments entfernt – und allein das macht sie schon bemerkenswert.”

Heuriges013 – Wien

Lieber Johann, hier nun die Einladung nach Wien. Du kannst bei Eva übernachten. Es gibt Bahntickets für 29 Euro – auf geht’s. Oder kannst Du Louise niegendwo unterbringen? Leider kannst Du sie nicht mehr einfach so mitnehmen, scheiß Schulpflicht…

HEURIGES 013 – eine unternehmung von uwe bressnik, 11.nov – 03.dez.2013
Am Abend bzw. in der Nacht vom 10. auf 11. November 2013 begehen ca. 50 Berliner und Wiener Kunstschaffende `Heuriges´ im ausstellungsraum.at in Wien und präsentieren zum heurigen Wein 2013 entstandene Arbeiten jedweden Genres von Grafik, Malerei, Literatur bis Musik. Mit dabei ist ein Filmbeitrag von Beate Klompmaker: “Die Probe”, Männergesangsverein Dahlenburg anläßlich des 200 Todestag von Eleonore Prochaska vor Reproduktion (Schlacht an der Göhrde 1813/Festspiele zu Prochaska).
www.ausstellungsraum.at, gumpendorferstraße 23, 1060 wien, mit dabei: Christiane Spatt Josef Ramaseder Patrick Baumüller Eric Kressnig Regina Zachhalmel Elisabeth Penker Herbert De Colle Judith Lava Uwe Bressnik Florian Schmeiser Gernot Fischer-Kondratovitch Andi Leikauf Hans-Werner Poschauko Claudia Plank Heiko Bressnik Michaela Luxenberger Paul Ritter Bernhard Frühwirth Michael Gumhold Sabine Groschup Nils Reutter Hannes Stelzhammer Jana Ehrenberger Ernst Logar Richard Klammer Tanja Prusnik Tomas Vit Gerhard Lenz Stojan Vavti Isabel Walter KunstSportGruppe hochobir Bilitis Dornik Armin Bardel Miron Neugasser Peter Campa Andreas F. Lindermayr Hildegard Skowasch (B) Patrick Pilsl (B) Gudrun Leitner (B) Eva AM Winnersbach (B) Carla Marchesi (B) Matthias Reimuth (B) Thomas Tuchel (B) Ellen Druwe (B) Gerd Druwe (B) Lap Yip (B)b Almuth Baumfalk (B) Kirstin Rogge (B) Robert Gfader (B) Karin Kerkmann (B) Wolfgang Krause (B) Cameron Rudd (B)n Nicole Heinzel (B) Gabriele Regiert (B) Julia Tschaikner (B) Dorota Lukianska (B) Bjørg Holene (B) Ulrich Diezmann (B) Deborah Phillips (B) Beate Klompmaker (B) Katrin Glanz (B) John (AWO) (B)

LG Leo

Fotos

Lieber Johann,

hier nun einige Fotos von der Eröffnung in der Galerie im Saalbau. Ich hoffe, Louise ist morgen wieder gesund und kann zum Sport gehen. Gruss Leo
Eleonore. Die Legende im Böhmischen Dorf100 Jahre Denkmal Friedrich Wilhelm I, s/w mit Buschkowsky

 

 

Dein Artikel ist erschienen


Liebe Leo, ich habe die Bücher abgeholt, in die Dein Artikel erschienen ist und bringe Exemplare zur Ausstellung mit. Das Buch kostet 13,80 Euro.

Das Cover ist ganz schön geworden.

Gruss Johann
Das Böhmische Dorf in Berlin I Česká vesnice v Berlíně, Beate Klompmaker, (d,cz), trafo Verlag, Berlin 2012, Ein Stadtrundgang mit Extrakarte zum Herausnehmen, Grafiken und Literaturtipps zum Weiterlesen. ISBN 978-3-86465-030-7

Bronx vs.Brooklyn: Foto


Lieber Johann,
vielleicht hast Du Dich schon gewundert, dass ich Dir das Foto immer noch nicht geschickt hatte. Ich hatte eine extrem stressige Zeit in Dannenberg und konnte mich deshalb nicht kümmern. Hier also nun das Foto von der der Aktion “Bronx vs. Brooklyn” und der Link zu Der Ganghofer, der Quartiersmanagement- Zeitung, in der ich den Artikel dazu veröffentlicht habe (Seite 7).

Hab’ Dich lieb.

Leo

Ceský Rixdorf – prochaska

Liebe Leo,

anbei die Karte mit den Infos von Birgit und Eva. Die Karte  ist gerade fertig geworden. LG Johann

Die Karte „Das Böhmische Dorf” von Beate Klompmaker (Teil des gleichnamigen Führers, Trafo Verlag) liegt als Klo-Lektüre während des Kulturfestivals 48StundenNeukölln (15.-17. Juni) an der City-Toilette innerhalb des „Kunst- und Aktionscamps „Bronx vs. Brooklyn zu den Widersprüchen stadträumlicher Aufwertungsprozesse“ aus.

Mit Installationen, Aktionen und Performances, die die Widersprüche stadträumlicher Aufwertungsprozesse in Neukölln und anderswo unter die Lupe nehmen, bieten die an diesem Projekt beteiligten KünstlerInnen den BesucherInnen spannende, unterhaltsame und kritisch hinterfragende Kunst. „Open Air“ auf dem zentralen Neuköllner Richardplatz realisiert, wollen sie der mehrheitlich plakativ geführten Debatte über die Veränderungen in Neukölln mit den Mitteln und Potenzialen künstlerischer Projekte im öffentlichen Raum begegnen und dabei BesucherInnen zum Mitmachen, Mitdenken und Schmunzeln anregen.

Ein offizielles Highlight der 48 Stunden Neukölln 2012 , Ort: Richardplatz (zwischen Alter Schmiede und City-Toilette), 5 Min. vom U-Bahnhof Karl-Marx-Straße (U7). Freitag, 15. Juni: 19 – 24 Uhr / Samstag, 16. Juni: 12 – 24 Uhr / Sonntag, 17. Juni: 12 – 19 Uhr. Beteiligte KünstlerInnen:
artboys, Claudia Busching, Uwe Bressnik, Jean-Ulrick Désert, Klaus W. Eisenlohr & Johann Zeitler, Anna Faroqhi & Haim Peretz, Katrin Glanz & Petra Spielhagen, Karl Heinz Jeron, Beate Klompmaker, Leo de Munk, Birgit Anna Schumacher, Ommo Wille, Eva AM Winnersbach, Marie Bruun Yde.

Ein weiterer Tipp: Sonntag, 17. Juni, 13 Uhr: Das Denkmal Friedrich Wilhelm I. wird 100 Jahre alt und wird zum zweiten Mal enthüllt. Ab 14.30 Uhr: Die lange böhmische Kaffeetafel in der Kirchgasse mit Kaffee, Kuchen und böhmischer Musik.